Da wir ja unseren Sohnemann in einen Naturkindergarten schicken, will ich dieses Thema hier mal ein wenig beleuchten und vielleicht darüber hinaus in Zukunft auf unseren Erfahrungen basierende Tipps, zum Beispiel bezüglich Klamotten, geben. Dann kann man sich vielleicht den ein oder anderen Griff ins Klo sparen und von den bereits gemachten Erfahrungen profitieren. Aber fangen wir erstmal mit dem Thema Naturkindergarten an sich an.

Viele Leute gucken einen erstmal ein wenig irritiert an wenn man von einem Naturkindergarten spricht und fragen so Sachen wie “Das ist so ein Waldorf/Montessori Kindergarten, ne?” oder  “Sind die Kinder dann öfter draußen?” oder ganz einfach “Was ist denn ein Naturkindergarten?”. Dann erklärt man, dass das mit Walldorf und Montessori per se erstmal nichts zu tun hat und wenn man dann erzählt das die Kinder da eigentlich so gut wie immer draußen sind, weil es da nur sehr wenig drin gibt (in unserem Fall einen Bauwagen), dann kommen gern auch die Fragen “Und wo machen die Pipi und so?” und “Ja und wo bringt ihr ihn bei schlechtem Wetter hin?” und so weiter. Es ist also immer wieder recht amüsant wenn das Thema Naturkindergarten den Leuten noch kein Begriff ist.

Zum Pipi und schlechten Wetter… Fürs Pipi gibts ne Pipi-Ecke beziehungsweise relativ viel Platz wenn die Truppe ausserhalb des großen Platzes unterwegs ist, also quasi immer Draußenklo (das große Geschäft wird im ursprünglichen Festival-Style mit Klappspaten und Erzieher-Support erledigt), fürs Wetter gibts nen passenden Spruch:

“Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.”

Und diese Erfahrung macht man da dann auch ziemlich schnell. :)

Also hier nochmal zusammengefasst und mit ein paar zusätzlichen Infos versehen:

Das Konzept Natur- oder Waldkindergärten kommt aus Skandinavien und beinhaltet, dass die Kinder und die Erzieher sich fast durchgehend draußen, also im Wald oder auf der Wiese aufhalten. Im Regelfall wird auch auf klassisches Spielzeug verzichtet (so ist es auch bei uns) und die Kinder spielen mit allem was man in der Natur so findet und darüber hinaus auch mit Schaufeln, Harken und Seilen, etc.

Spannend ist auch das mittlerweile klassische Kindergärten Waldtage und Waldwochen machen, öfter wohl auch gemeinsam mit einem Natur-/Waldkindergarten.

Wen das Thema interessiert und wer vielleicht überlegt ob ein Natur- bzw. Waldkindergarten für die eigenen Kinder was wäre, der kann sich zum einen in diesem Wikipedia-Artikel aufschlauen, oder direkt beim Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland e.V. detailliert informieren und zum Beispiel nachschauen wo es in der Nähe einen solchen gibt.